In unserem Trägerkonzept stellen wir Ihnen u.a. unsere Organisationsform, unser Leitbild und unsere pädagogische Arbeit vor. Hier finden Sie einen kurzen Auszug unseres Trägerkonzeptes. Auf Wunsch können Sie die vollständige Version von unseren Kita-Leitungen erhalten. Wenden Sie sich hierzu direkt an diese.
Träger
Organisation, Rechtsrahmen
Der Träger, die Hauptstadtzwerge gGmbH, wurde Ende 2013 gegründet, um die Trägerschaft von Kindertagesstätten zu übernehmen. Er hat seinen Sitz an der Adresse Juliushof 3 in 12307 Berlin-Neukölln. Der Träger ist vom Finanzamt seit 2013 als gemeinnützig und als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt.
Leitbild
Der Träger fördert gemäß seinem Satzungszweck die Bildung und die Jugendhilfe durch den Betrieb einer Kindertagesstätte. Er bietet ein umfangreiches Betreuungsangebot an und leistet wertvolle Beiträge zur Erziehung und Bildung von Kindern.
Die Arbeit des Trägers bewegt sich innerhalb eines Handlungsrahmens, der durch folgende Quellen definiert wird:
- Berliner Bildungsprogramm (BBP)
- Kindertagesstättenförderungsgesetz (KitaFöG)
- Rechtsverordnung (VO KitaFöG)
- Rahmenvereinbarung (RVTaG)
- Qualitätsvereinbarungen (QV TAG )
Daneben prägen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Pädagogik sowie eigene und fremde Praxiserfahrungen die Arbeit des Trägers.
Grundsätzliches Ziel der Tätigkeit des Trägers ist die Förderung des Kindeswohls durch die kontinuierliche und nachhaltige Unterstützung und Begleitung des Heranwachsens der Kinder. Dieses Ziel erreicht er, in dem er seine Arbeit nach folgender Trägerphilosophie gestaltet:
- Er arbeitet nach den Grundsätzen der Gleichheit, Toleranz, Gerechtigkeit. Er ist weltanschaulich neutral, interkulturell und integrativ.
- Er tritt allen an seiner Arbeit beteiligten Menschen mit Wertschätzung, Respekt und Toleranz gegenüber.
- Er legt bei allen Kindern, sowohl mit deutscher als auch nichtdeutscher Herkunft, einen besonderen Schwerpunkt auf die Erlernung der deutschen Sprache. Er legt damit in seinen Einrichtungen den Grundstein für den Zugang zu höheren Bildung für alle Kinder.
- Er begleitet und bestärkt Mütter und Väter bei der Kindeserziehung und unterstützt sie bei der Vereinbarung von Beruf und Familie durch qualitativ und zeitlich adäquate Betreuung. Dabei betrachtet er die Eltern der Kinder als Partner und bezieht ihre Sichtweisen, Interessen, Anregungen und Wünsche in die pädagogische Arbeit ein und nutzt deren Hinweise zur Überprüfung und Verbesserung seiner Arbeit.
- Seine Dienste erbringt der Träger in hoher Qualität durch qualifizierte Mitarbeiter und mit qualitativ hochwertiger Ausstattung und entsprechenden Angeboten. Er sichert diese hohe Qualität durch Qualitätssicherungsmaßnahmen und –prozesse und evaluiert diese ständig.
Personal
Das Personal setzt sich aus der Geschäftsleitung, der Kita-Leitung, den pädagogischen Personal und dem administrativen Personal zusammen.
Geschäftsleitung
Die Geschäftsleitung ist verantwortlich für alle Angebote des Trägers in fachlicher, inhaltlicher, qualitativer und organisatorischer Hinsicht. Daneben ist sie zuständig für Auswahl, Einsatz, Führung, Entwicklung, Pflege und Finanzierung des gesamten Personals. Sie stellt die persönliche und fachliche Eignung der Fachkräfte sicher, unterstützt ihre Weiterentwicklung und stellt die Teamentwicklung sicher. Dadurch trägt sie der Bedeutung des Personals für die Umsetzung ihres Leitbildes und der Trägerkonzeption Rechnung.
Kita-Leitung
Die pädagogische Verantwortung und Leitung für die Kindertagestätten wird von der jeweiligen Kita-Leitung übernommen. Sie ist Ansprechpartnerin und Bindeglied zwischen den Mitarbeiter/innen der Kita, den Grundschulen, den Eltern und dem Träger. Sie unterstützt die Geschäftsleitung bei der Umsetzung und (Weiter-)Entwicklung von Träger- bzw. Kita-Konzeptionen, bei Evaluationen und bei der Qualitätssicherung.
Der Träger muss unterschiedliche gesetzliche, fachliche, finanzielle und trägerspezifische Anforderungen umsetzen. Die Kita-Leitung handelt im Auftrag des Trägers und setzt diese Anforderungen in ihrem Verantwortungsbereich um. Die Kita-Leitung koordiniert und optimiert dabei die Arbeit der Kita. Sie erarbeitet zusammen mit dem Fachpersonal der Kita die pädagogische Konzeption auf der Grundlage des Berliner Bildungsprogramms und gestaltet es mit individuellen Schwerpunkten aus. Der Träger und ggfs. eine von ihm eingesetzte Fachleitung ist bei der Erarbeitung der Kita-Konzeption rahmenbildend und ergänzend involviert. Die Konzeption wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.
Fachkräfte
Die Qualität der pädagogischen Arbeit in der Kita hängt entscheidend von den individuellen beruflichen und persönlichen Fähigkeiten der eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie von deren Zusammenwirken im Team ab. Daher setzt der Träger nur pädagogisches Fachpersonal ein, das verlässlich mit dem Träger zusammenarbeitet. Sie setzen die Konzeption und das Leitbild der Kita im Alltag maßgeblich um und treiben die qualitative Weiterentwicklung der Kindertagesstätte voran. Sie übernehmen durch Ihre Arbeit Verantwortung für die gesamte Kita.
Um den hohen pädagogischen Anforderungen gerecht zu werden, setzt der Träger in der Kindertagesstätte daher ausschließlich vom Senat als Fachkräfte anerkannte Mitarbeiter ein.
Kita-Leiter/innen sind berufserfahren und verfügen über eine Ausbildung / Qualifikation mindestens auf Hochschulniveau oder über eine staatlich anerkannte Ausbildung mit langjähriger Berufserfahrung und ausreichenden Zusatzqualifikationen.
Unabhängig von der konkreten Ausgestaltung der Konzeption der Kita übernehmen alle Pädagogen
des Trägers folgende Rollen und Aufgaben und zeichnen dadurch ein bestimmtes Verständnis von Bildung in ihrer täglichen Arbeit:
- Sie nehmen jedes Kind als eigenständige Person mit seinen Wünschen, Ängsten, intellektuellen und motorischen Fähigkeiten wahr, das am Alltagsgeschehen, an den täglichen Entscheidungen und an der Gestaltung seines Lebensumfeld teilhaben will. Sie unterstützen und fördern dieses Gestaltungsstreben und den Selbstbildungsdrang der Kinder
- Sie geben allen Kindern die Möglichkeit, miteinander, voneinander und von den Fachkräften zu lernen und unterstützen, erweitern und fördern die hierfür notwendigen Bildungsprozesse
- Sie nehmen gegenüber jedem Beteiligten (Eltern, Kinder, Kollegen) eine von Partnerschaft und Gleichberechtigung geprägte Haltung und Beziehung ein, die zudem von Verlässlichkeit und Konstanz geprägt ist
- Sie lernen durch Gespräche und Beobachtung die Gedanken und Gefühle jedes Kindes kennen und schätzen und zeigen an der Wahrnehmung der Welt durch das Kindesauge ständiges Interesse
- Sie bieten den Kindern größtmögliche künstlerische Freiheit und unterstützen ihre Gestaltungsfreiheit und ihren Gestaltungsdrang durch entsprechende kreative Angebote und Versuche.
- Sie arbeiten aktiv mit den Eltern bei der Umsetzung der pädagogischen Konzeption zusammen und beteiligen sie bei pädagogischen Veränderungen
Beziehung Träger-Personal, Fort- und Weiterbildung
Der Träger muss die Interessen der Mitarbeiter und seinen Auftrag, qualitativ hochwertige Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsarbeit zu leisten, in Einklang bringen. Hierzu baut er auf der Grundlage von Vertrauen und eines kooperativen Führungsstils Kooperations- und Gestaltungsmöglichkeiten für seine Mitarbeiter auf.
Der Träger verfolgt intensiv die Arbeit und die Entwicklungen in der Kita, um ein hohes Maß an Arbeitsqualität in der Einrichtung zu gewährleisten. Hierzu vereinbaren Träger und Kita-Leitung einen hohen und stetigen Informationsaustausch sicherzustellen. Hierzu informiert die Kita-Leitung in einem Telefongespräch 1x pro Woche die Geschäftsführung über aktuelle Entwicklungen in der Kita.
Bei besonderen Anlässen, insbesondere bei Kindeswohlgefährdungen und Gesundheitsgefährdungen sowie bei Beschwerden, ist die Kita-Leitung verpflichtet, die Geschäftsführung zunächst umgehend telefonisch, danach umfassend per Email über den Sachverhalt zu informieren.
In Situationen, wo an der Kita-Leitung große Kritik seitens des Teams geäußert und an die Geschäftsführung herangetragen wird, setzt die Geschäftsführung nach vorheriger Information und Einladung an die Mitarbeiter eine Teamsitzung oder ein Teamtag an. Hier wird von den Mitarbeitern die Kritik an der Leitung offen geäußert und nach Lösungen für die Probleme gesucht. Anhand der bei diesen Zusammenkünften gewonnenen Kenntnisse wird der Geschäftsführung ermöglicht, die Kontrollfunktion über die Kita-Leitung besser wahrzunehmen.
Regelmäßig, mindestens alle acht Wochen, findet eine Trägersitzung statt, wo Geschäftsleitung und Kita-Leitung die Möglichkeit haben, sich auszutauschen und zu beraten. Den Rahmen und die Orientierung geben die Kita-Konzeption der Kita, das QM-Handbuch des Trägers und seine Checklisten.
Jeweils im 1. Quartal kommt die Kita-Leitung sowie Geschäftsführung zu einem 1-tägigen Workshop zusammen, in dem die inhaltliche, pädagogische, personelle und finanzielle Planung des Jahres aufgestellt wird und die Entwicklungen im abgelaufenen Jahr bewertet werden. Bei diesem Treffen, bei Bedarf auch früher, werden die verantwortlichen Mitarbeiter für folgende Bereiche benannt: Brandschutz, Unfallschutz, relevante neue gesetzliche Regelungen, Entwicklungen in der Pädagogik.
Prinzipiell ist die Kita-Leitung die verantwortliche Person für diese Aufgaben. Bei ausreichender persönlicher Eignung und (ggfs. nach erfolgter Weiterbildung) ausreichender fachlicher Qualifikation können auch andere Mitglieder des Team eine oder mehrere dieser Verantwortlichkeiten übernehmen.
Personalentwicklung, Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter
Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen sind ein wesentlicher Beitrag zur Qualitätssicherung und konzeptionellen und qualitativen Weiterentwicklung der Kita. Sie stellen eine dauerhaft hohe Qualität der pädagogischen Arbeit sicher.
Im 1. Quartal jedes Jahres wird zwischen Mitarbeiter, Kita-Leitung und Geschäftsführung bzw. nur Kita-Leitung und Geschäftsführung ein Jahresgespräch geführt. Dabei treten die Teilnehmer in einen partnerschaftlichen Dialog, bei dem die Leistung des Mitarbeiters im angelaufenen Jahr reflektiert wird und die beiderseitigen Erwartungen und Ziele für das laufende Jahr definiert werden. Hierbei wird auch diskutiert werden, welcher Qualifizierungsbedarf sich für die einzelne Mitarbeiterin ergibt. Mögliche gezielte Schulungen und Fortbildungen der einzelnen Mitarbeiter hinsichtlich ihrer persönlichen, pädagogischen und kommunikativen Kompetenzen werden hier diskutiert und ein Fortbildungsplan für die nächsten 3 Jahre aufgestellt, der jährlich aktualisiert wird.
Mitarbeiter, die sich fortbilden geben dabei ihr neu gewonnenes Wissen an ihre Kollegen weiter, sodass die Fortbildung des Einzelnen der Kita als Ganzes zugute kommt.
Über die individuelle Möglichkeit, sich fortzubilden hinaus stehen dem Personal im Jahr 2 Teamtage zur Verfügung, an denen konzentriert zu vorher gemeinsam im Team festgelegten Themen gearbeitet wird. Diese Teamtage dienen neben den wöchentlich stattfindenden Teamsitzungen als Möglichkeit, Krisen- und Konflikte innerhalb und außerhalb des Teams zu besprechen und nach Wegen zur Lösung der Probleme zu suchen.
Regelmäßige Teamsitzungen, an denen die Geschäftsführung teilnimmt bilden eine weitere Säule der Qualitäts- und Personalentwicklung in der Kita. Daneben unterstützen Teamfortbildungen und Supervisionen durch Externe die systematische Reflexion des beruflichen Handelns der Mitarbeiter und die Teamentwicklung.
Die Kita des Trägers ist gleichzeitig Ausbildungsstätte für pädagogisches Fachpersonal. Dadurch sichert sich der Träger zum einen die Möglichkeit, den eigenen Fachkräftebedarf der Zukunft selber auszubilden. Zudem erhält der Träger neue Impulse, sich mit dem aktuellen Stand der kindlichen Pädagogik auseinander zu setzen. Für Auszubildende eröffnet der Träger die Möglichkeit, das in der theoretischen Ausbildung erworbene Wissen einzusetzen und weiter zu entwickeln.
Neben Auszubildenden der Fachschulen bietet der Träger Praktikumsstellen für Schüler von allgemeinbildenden und Berufsschulen an.